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Giorgio Maggi wird für starken Auftakt nicht belohnt

Strömender Regen, herausfordernde Strecke und fehlendes Rennglück. Giorgio Maggi startete am vergangenen Wochenende am Sachsenring in das sechste Rennwochenende der ADAC Formel 4. Am regnerischen Freitag überzeugte der Schweizer in den Freien Trainings. Sowohl im Qualifying als auch in den Rennen fehlte das nötige Glück, um die starken Vorleistungen in gute Ergebnisse umzuwandeln.

In den beiden Trainings hast du mit den Rängen sieben und vier überzeugt. Hätte der Auftakt am Sachsenring überhaupt besser laufen können?

Es fing super an. Die Pace im Regen stimmte vom ersten Moment an und wir waren immer vorne mit dabei. Ich hatte auf dem Sachsenring keinen Testtag, wir konnten zuvor am Nürburgring-Rennwochenende aber zumindest ein Basis-Setup festlegen, das hier gut funktioniert hat. Zwischen dem ersten und zweiten Training nahmen wir noch ein paar kleine Änderungen vor und alles hat wirklich super gepasst.

Diese guten Leistungen aus dem Training konntest du allerdings nicht im Qualifying umsetzen. Wo hakte es?

Das war extrem ärgerlich! Ich steckte von Beginn an im Verkehr fest. Also ließ ich Abstand, um eine freie Runde zu erwischen. Sobald ich endlich alleine fahren konnte, wurden die roten Flaggen geschwenkt. Als das Qualifying fortgesetzt wurde, wärmte ich zwei Runden die Reifen auf und machte gerade wieder Druck, als erneut unterbrochen wurde. So ging es bis zum Ende der Session und es kam nicht mehr als Startplatz 20 für beide Rennen heraus. Nach den Trainingsleistungen eine wirkliche Enttäuschung für mich.

Am Samstag nach den beiden Rennen gab es dann ein Riesendankeschön an dein Team…

Ich ging hochmotiviert in das erste Rennen am Sachsenring und habe richtig Druck gemacht – vielleicht zu viel. Ich kam leicht aufs Gras und landete im Kiesbett. Damit war nicht nur das Rennen beendet, sondern auch der Start am Nachmittag in Gefahr. Das Auto war beschädigt und es begann ein Wettlauf gegen die Zeit. Erst im letzten Moment ist mein Team mit den Reparaturen fertig geworden und ich musste sofort auf die Strecke – ohne vorherige Vermessungen oder Setup-Einstellungen. Ich habe auf dem Weg zum Start und in der Startaufstellung noch versucht, etwas einzustellen, viel war jedoch nicht mehr möglich. Ich war einfach heilfroh, dass ich überhaupt am zweiten Rennen teilnehmen konnte. Das habe ich nur meinen Mechanikern zu verdanken, die wirklich wie verrückt gearbeitet haben – danke dafür! Unter diesen Voraussetzungen war der 17. Platz ein ordentliches Ergebnis.

Im dritten Rennen hast du eine richtige Aufholjagd gestartet. Wie fällt dein Gesamtfazit des Wochenendes aus?

Am Start kam ich ziemlich gut weg und fuhr von 28 auf 18 vor. Ich hatte viele Zweikämpfe und es gab dabei ein paar Berührungen. Die zahlreichen Safety-Car-Phasen machten es zusätzlich mühsam. Ich kämpfte gerade und hörte dann über Funk, dass das Safety Car kommt. Jedes Mal aufs Neue musste ich die Reifen aufwärmen und auch der Motor überhitzte etwas. Rang 20 war bei dieser Ausgangslage in Ordnung. Insgesamt waren wir das Wochenende über schon ziemlich nah dran mit unserem Setup – das haben die Rundenzeiten unter Beweis gestellt. Ich bin fest überzeugt, dass wir uns stetig steigern werden.

Der Sachsenring gilt als eine der größten Herausforderungen der Saison. Würdest du das so unterschreiben?

Zunächst muss ich sagen, dass der Kurs sowohl im Trockenen als auch im Nassen unglaublichen Spaß macht. Gleichzeitig ist er für uns Fahrer wirklich anspruchsvoll. Es geht bergauf und bergab, es gibt schnelle und langsame Kurven und blinde Ecken. Besonders sind einige Doppelkurven. Dort kommt es darauf an, sich bereits in der ersten richtig zu positionieren, um die zweite überhaupt richtig zu erwischen. Ich weiß noch, wie knifflig es war, als ich das erste Mal auf dieser Strecke unterwegs war. Mittlerweile hilft mir meine Erfahrung natürlich enorm weiter.

Am kommenden Rennwochenende wartet ein besonderes Highlight: Ihr startet in Oschersleben im Rahmen der DTM.

Das wird geil! Ich war selbst als Zuschauer schon bei der DTM und freue mich riesig, dass wir nun in ihrem Rahmen fahren. Von den Rennen selbst erwarte ich viel. Wir haben dort vor Saisonbeginn getestet. Damals zwar noch in einem anderen Team, das dort erarbeitete Setup können wir aber größtenteils übernehmen. Es wird sehr interessant, auf eine Strecke zurückzukehren, auf der wir in dieser Saison bereits Rennen bestritten haben. Es können direkte Vergleiche gezogen werden, welche Teams und Fahrer sich seit Saisonbeginn verbessert haben.

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