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Durchwachsenes Wochenende für Giorgio Maggi vor DTM-Kulisse

Mega-Kulisse, 66.000 Fans an der Strecke und DTM-Flair im Fahrerlager. Für Giorgio Maggi ging es am vergangenen Wochenende zur siebten Saisonstation der ADAC Formel 4 nach Oschersleben. Mit seinem Team Race Performance arbeitete sich der Schweizer konstant nach vorne, die schwierigen Witterungsbedingungen und fehlendes Rennglück verhinderten allerdings Platzierungen in den Top-10.

Mit zwei sechsten Plätzen in den Trainings ging das Wochenende richtig vielversprechend los. Warum konntest du das Ergebnis im Qualifying nicht wiederholen?

Es war bereits das zweite Rennwochenende der Saison in Oschersleben und wir konnten viel von unserem erarbeiteten Basis-Setup übernehmen. Ich habe mich von Anfang an super wohlgefühlt und mit ein paar Anpassungen wurde es sogar noch besser. Mit zwei sechsten Plätzen in den Trainings hatte ich natürlich die Hoffnung, dass es im Qualifying ähnlich gut laufen würde. Stattdessen war es einfach nur mühsam. Wir fuhren zum ersten Mal das Qualifying nicht in Gruppen unterteilt, sondern alle zusammen. Ich hatte frische Reifen aufgezogen, konnte sie aber nicht nutzen, weil ich immer wieder Verkehr hatte oder andere Fahrer ins Kiesbett gerutscht waren. Nach einer zwischenzeitlichen Rot-Phase zogen wir links noch zwei neue Reifen auf. Sofort als ich rausfuhr, bemerkte ich starke Vibrationen hinten links. Das hatte zwar laut dem Team keinen Einfluss auf das Fahrverhalten, war aber extrem nervig und konzentrationsraubend. Somit kamen am Ende die Startplätze 19 und 18 heraus.

Im ersten Rennen bist du mit Rang zwölf nur knapp an den Punkten vorbeigeschrammt. Wie ärgerlich war das?

Das war schon schade! Mit ein paar Runden mehr wäre Rang zehn und damit nicht nur Punkte, sondern ja auch die Pole Position für Rennen drei möglich gewesen. Das habe ich zu Beginn etwas verschenkt. In den ersten beiden Streckenabschnitten habe ich regelmäßig auf meine Konkurrenten aufgeholt, im dritten Sektor hat es aber irgendwie nicht richtig klick gemacht. Gegen Ende des Rennens wurde es immer besser, mir ging jedoch einfach die Zeit aus, um noch einen richtigen Angriff auf die Top-10 zu starten.

Am Sonntag sah es zunächst vielversprechend aus, Punkte konntest du aber nicht mitnehmen.

Leider nein. Am Start ins zweite Rennen kam ich erstaunlich gut weg, obwohl ich auf der nassen Seite der Startaufstellung stand. Ich war schon auf dem 13. Rang, als ich nach einer Safety-Car-Phase die falsche Linie erwischte. Die Räder blockierten und es ging geradeaus. Ich musste mich wieder nach vorne kämpfen und hatte einige nette Zweikämpfe. Ein kleiner Verbremser warf mich letztlich auf Rang 19 zurück. Im dritten Rennen wiederholten sich die Geschehnisse. Ich lag gut im Rennen und hatte einige schöne Positionskämpfe. Irgendwann blockierten jedoch meine Hinterräder und ich drohte mich zu drehen. Um meinen Vordermann nicht zu treffen, lenkte ich nach rechts und fuhr durchs Kiesbett. Alle gewonnenen Positionen waren dahin und ich beendete das Rennen auf Platz 23.

Du hast dich im Vorfeld richtig darauf gefreut, dass die ADAC Formel 4 in Oschersleben im Rahmen der DTM startet. Was es so toll wie erwartet?

Auf jeden Fall! Die DTM-Autos, die Hospitalities der Teams oder auch das Fahrerlager des Audi Sport TT Cup waren wirklich beeindruckend. Besonders cool war, dass ich den Audi-DTM-Piloten Nico Müller wieder einmal getroffen habe. Wir haben uns in der Schweiz bei der Vorstellung eines Motorsport-Jahrbuchs kennengelernt. Ich habe bei ihm in der Box vorbeigeschaut und wir haben uns nett unterhalten – solche Kontakte sind natürlich immer wertvoll.

In drei Wochen geht es bereits zum Saisonfinale nach Hockenheim. Kannst du fassen, wie schnell das Jahr vorbeiging?

Es ist wirklich Wahnsinn! Nur noch ein Wochenende – aber ein ganz besonderes. Da ich aus der Schweiz stamme, ist Hockenheim so etwas wie mein Heimrennen. Ich kenne die Strecke gut und habe bereits viel dort getestet. Wir sollten also gut vorbereitet sein. Wie im vergangenen Jahr werden viele Verwandte, Freunde und Sponsoren anreisen. Es ist wirklich ein ganz besonderes Gefühl, ins Motodrom hinein- und auf die Sachskurve zuzufahren, in dem Wissen, dass sie dort direkt alle sitzen und mich beobachten. Vielleicht gibt mir das nochmals einen Schub Extramotivation.

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