Neuigkeiten Details

Giorgio Maggi hofft auf ein versöhnliches EuroNASCAR-Finale auf dem Circuit Zolder

Der Schweizer möchte noch einmal zeigen, dass er ganz vorne mithalten kann

Die Saison 2023 der NASCAR Whelen Euro Series verlief für Giorgio Maggi nicht nach Wunsch, denn der Schweizer hatte immer wieder mit technischen Problemen zu kämpfen und dazu kam auch noch Pech. Nach zwei schwierigen Wochenenden im tschechischen Most und im deutschen Oschersleben steht nun das NWES-Finale auf dem Circuit Zolder in Belgien auf dem Programm. In der Gesamtwertung hat Maggi zwar kein Wörtchen mehr mitzureden, aber in der Junior Trophy für Fahrer bis 25 Jahre in der EuroNASCAR PRO, die er in der Saison 2022 gewinnen wird, könnte er mit zwei starken Resultaten noch aufs Podium fahren.

Trotz der Probleme zeigte Maggi immer wieder sein Potenzial und bewies, dass er zu den schnellsten Fahrern im Feld der europäischen NASCAR-Serie gehört. Vier Top-10-Platzierungen in der regulären Saison spiegeln das Können des Rennfahrers aus Hergiswil nicht gänzlich wider. Nach der Streichung seiner beiden schlechtesten Ergebnisse der regulären Saison auf Platz 15 liegend, will Maggi auf dem Circuit Zolder erneut zeigen, dass er mit den besten NASCAR-Piloten Europas mithalten kann.

Mit Platz acht zuletzt in Oschersleben hat Maggi erneut bewiesen, dass er mit Race Art Technology nach vorne fahren kann. Zum EuroNASCAR-Comeback in Deutschland sagt er: “Ich kenne die Strecke schon aus dem ADAC Formel Masters und dem ADAC GT Masters, aber mit einem NASCAR-Auto auf so eine Strecke zu kommen, ist immer wieder wie etwas Neues. Auf den Randsteinen hier schlägst du dir mit einem Formel 4-Auto am Kurvenausgang jedes Mal die Wirbelsäule raus, aber mit dem NASCAR-Auto fährst du ganz ruhig drüber, das Auto bleibt stabil.”

“Es hat eigentlich ganz gut angefangen und ich habe mich mit dem Auto gut angefreundet”, so der 25-Jährige weiter. “Im Training haben wir auch ein gutes Setup gefunden und die Schwachstellen identifiziert. Die Reifen werden auf dieser Strecke sehr stark beansprucht. Das Qualifying begann gut und ich kam gut in den Rhythmus, obwohl ich von einem Fahrer blockiert wurde. Dadurch konnte ich keine perfekte Runde fahren. Nach der roten Flagge hatte ich keine Chance mehr, die Reifen auf Temperatur zu bringen, deshalb nur Platz elf.”

“Im ersten Rennen hatte ich einen guten Start und konnte gleich einige Überholmanöver setzen. Die Strecke war sehr rutschig, die Reifen bauten schnell ab und die Rundenzeiten gingen in den Keller. Dann ist mir die Bremsleitung geplatzt und ich war in der letzten Kurve nur noch Passagier. Durch den Ausfall wurde ich nur 19. Das hat keinen Spaß gemacht! Das Auto hat sich trotzdem gut angefühlt und es war noch viel mehr drin, schade.”

“Im zweiten Rennen lief es wieder besser, aber ich musste aus dem Mittelfeld starten. Es ist nicht viel passiert, weil es schwierig war zu attackieren. Ich habe immer Druck auf den Vordermann gemacht, aber ich war mit stumpfen Waffen unterwegs, als ich zwei oder drei Runden lang gepusht habe. Ich habe auf einen Fehler gewartet, aber der ist einfach nicht passiert. Die Pace war konkurrenzfähig, aber noch nicht perfekt. In Oschersleben ist das Qualifying enorm wichtig, da haben wir leider einen Fehler gemacht.”

Maggi lobte die “coole Veranstaltung”, bei der “viel los” war. “Das hat Spaß gemacht”, so der Schweizer, der nun voll motiviert nach Zolder reist, um ein versöhnliches Saisonfinale zu erleben. Mit doppelten Punkten ist in der Gesamtwertung noch ein großer Sprung nach vorne möglich und mit etwas Schützenhilfe könnte am Ende einer schwierigen Saison sogar noch ein Pokal herausspringen. Die Rennen finden am 14. und 15. Oktober statt und werden live auf dem EuroNASCAR YouTube-Kanal übertragen.

KÜRZLICHE POSTS