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Giorgio Maggi: Chaos am Nürburgring

Nürburg, 31. August: Sonnenschein, Regen, Gewitter und sogar Nebel… …der in der Eifel gelegene Nürburgring wurde auch am vergangenen Wochenende beim drittletzten Saisonlauf zum ADAC Formel Masters wieder seinem witterungstechnisch „launischen“ Ruf gerecht.

Während die Trainings und zwei von drei Rennen im Trockenen bzw. bei abtrocknenden Bedingungen stattfanden, mussten sich die Teilnehmer der international besetzten Formelsport-Serie im zweiten Lauf mit widrig nassen Bedingungen auseinandersetzen.

Für den jungen Schweizer Giorgio Maggi begann das Wochenende mit einer verkorksten Strategie im Zeittraining denkbar ungünstig. Der Mücke Motorsport Pilot musste die Quail-Session aufgrund zu knapper Benzinmenge vorzeitig beenden und tatenlos zuschauen, wie die Konkurrenz den stetig besser werdenden Grip der Strecke nutzte.

Die logische Folge war ein Startplatz in der letzten Reihe fürs erste Rennen am Samstag. Das angestrebte Ziel, weitere Punkte einzuholen, war mit dieser Ausgangslage somit nur noch schwer zu erreichen. Einmal mehr musste der 16-jährige Youngster für die Rennen zusätzlichen Anlauf holen.

„Nach dem Reifenschaden am Slovakiaring ist es extrem frustrierend, schon wieder keine gute Ausgangslage für die Rennen zu haben. Wir hatten bereits so viel Pech in dieser Saison, da ist ein solcher Fehler natürlich noch enttäuschender. Ich werde trotzdem mein Bestes geben und versuchen, das Maximum aus dieser Ausgangslage herauszuholen.“ , meinte Maggi kämpferisch.

Nach einem hervorragenden Start im ersten Rennlauf lieferte sich Maggi spannende Positionskämpfe mit seinen Konkurrenten. Wie gewohnt ging es am Ende des Feldes mit harten Bandagen zu und her und so konnte sich Maggi nicht nur auf seine Attacken konzentrieren, sondern musste sich auch immer wieder verteidigen. Bis zum Zieleinlauf konnte er immerhin zwei Positionen gutmachen, doch mehr als Rang 13 lag somit nicht drin.

Kräftige Regenschauer überschatteten den zweiten Lauf, der gleich in der Startphase nach einer Kollision mit dem Safetycar für einige Runden neutralisiert werden musste. Giorgio Maggi schöpfte neue Hoffnung, als es anfing zu regnen, denn bei den rutschigen Bedingungen liegen die Rundenzeiten normalerweise nicht so dicht beieinander, womit man besser überholen kann.

Die Freude sollte jedoch von kurzer Dauer sein, als Giorgio bereits in der Einführungsrunde merkte, dass etwas mit dem Getriebe nicht stimmte. Eine falsche Getriebeübersetzung verhinderte ein besseres Resultat als Rang 12 – was unter diesen Umständen aber eine beachtliche Leistung war.

Immerhin sollte es beim dritten und letzten Rennen des Wochenendes auf der 3.629 km langen Kurzanbindung des Nürburgrings keine Probleme mehr geben: Bei trockenen Bedingungen fuhr Maggi auf den 11. Rang nach vorne und somit knapp an den Punkten vorbei. Ein einigermassen versöhnlicher Abschluss für ein Wochenende, bei dem nichts so wirklich klappen wollte.

„Das war ein Wochenende zum Vergessen. In einer Serie wie das ADAC Formel Masters, bei welcher sich die besten Nachwuchspiloten aus den verschiedensten Nationen messen, darf man sich keine Fehler leisten. Das gilt sowohl für mich, wie auch das Team. Wir müssen für die verbleibenden zwei Rennen unbedingt härter arbeiten und uns keine Fehler mehr erlauben, um die Saison noch positiv abschliessen zu können.“, meinte Maggi mit sportlicher Sichtweise.

Die aktuelle Rennsport-Saison neigt sich nun langsam aber sicher ihrem Ende entgegen. Nach dem vorletzten Rennen von 19. bis 21. September auf dem Sachsenring findet von 03. bis 05. Oktober bereits das sicherlich spektakuläre Saisonfinale auf dem Grand Prix Kurs in Hockenheim statt. Giorgio Maggi hat sich zum Ziel gesetzt, in beiden Rennen nochmals in die Top10 zu fahren.

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